Hoch, Tief oder Sturm? Dein Stressbarometer in 10 Fragen
Finde in 2 Minuten heraus, welches Wetter gerade in deinem Nervensystem herrscht — und was jetzt hilft
Christliche Psychotherapie und Paartherapie – deutschsprachig weltweit
Hoch, Tief oder Sturm? Dein Stressbarometer in 10 Fragen
Dein Gehirn reagiert auf Stress in Millisekunden — bevor dein Verstand überhaupt mitreden kann. Mit 10 kurzen Fragen findest du heraus, welches Wetter gerade in deinem Nervensystem herrscht, und bekommst sofort passende Skills. Anonym, kostenlos, ohne Anmeldung.
Beantworte die folgenden 10 Fragen ganz spontan aus deinem Bauch-Brust-Gefühl heraus — nicht lange überlegen. Bewerte jede Frage auf einer Skala von 1 (grausam / extrem belastet) bis 10 (prima / absolut gelassen). Am Ende siehst du sofort, in welcher Zone dein Nervensystem gerade steht, und bekommst passende Skills dazu.
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1Deine 10 Fragen
Ziehe jeden Regler dahin, wo du dich gerade wirklich einschätzt.
1. Körperliche Durchlässigkeit vs. Erstarrung
Wie weich, warm und entspannt fühlt sich dein Körper (besonders Kiefer, Nacken, Schultern, Brust) gerade an?
5
1 · völlig erstarrt, gepanzert, taub10 · vollkommen gelöst, warm, durchlässig
2. Der Fluss deines Atems
Wie frei, tief und unbeschwert fließt dein Atem gerade bis hinunter in dein Becken?
5
1 · Atem angehalten, sehr flach10 · ruhiger, tiefer, natürlicher Rhythmus
3. Gedankliche Klarheit
Wie klar, geordnet und frei sind deine Gedanken im Moment?
5
1 · Tunnelblick, Nebel, Gedankenkarussell10 · geistige Weite, Klarheit, Fokus
4. Beziehungs- und Kontaktbereitschaft
Wie gut kannst du deinem Partner gerade aufmerksam zuhören, selbst bei einem unangenehmen Thema?
5
1 · Impuls zu explodieren oder wegzurennen10 · ruhig, neugierig, zugewandt
5. Inneres Sicherheitsgefühl
Wie sicher, geschützt und geborgen fühlst du dich gerade in dir selbst und in deiner Umgebung?
5
1 · Alarmstimmung, ständig "auf der Hut"10 · tiefer Schutz, getragene Sicherheit
6. Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit
Wie proaktiv und im Einklang mit deiner Intuition fühlst du dich gerade im Beziehungsalltag?
5
1 · gelähmt, Notstrom-Modus, erschöpft10 · proaktiv, gestaltungskräftig, stabil
7. Frustrationstoleranz und Spannungsbreite
Wie gut kannst du kleine Störungen oder stressige Reize von außen gerade gelassen abpuffern?
5
1 · kleinste Kleinigkeit bringt das Fass zum Überlaufen10 · weite, elastische Belastungsgrenze
8. Zugang zu Freude und Hingabe
Wie leicht fällt es dir gerade, einfach "zu sein", den Moment zu genießen, ohne etwas leisten zu müssen?
5
1 · zäh, freudlos, anstrengend, wie Arbeit10 · Lebensfreude, Leichtigkeit, Hingabe
9. Stimmliche und mimische Weichheit
Wenn du deine Stimme und deine Mimik wahrnimmst: Wie weich und schwingungsfähig bist du gerade im Austausch?
5
1 · gepresst, schrill, starre Mimik10 · melodisch, einladend weich
10. Würde und Selbstakzeptanz
Wie liebevoll, wohlwollend und frei von inneren Vorwürfen oder Schamgefühlen blickst du gerade auf dich selbst?
5
1 · hartes inneres Urteil, wertlos, schuldig10 · absolute Selbstannahme, wertvoll
2Dein Ergebnis
–/ 10
🔴 Grausam
Übererregung — Reptiliengehirn aktiv
Was in deinem Gehirn passiert
Du bist gerade im absoluten Überlebensmodus. Deine Amygdala feuert ununterbrochen, Stresshormone überschwemmen dein System, und dein Neokortex (das Bewusstseinsgehirn) ist vollständig offline. Dein Sprachzentrum ist neurobiologisch blockiert. Du steckst in einem der archaischen Überlebensprogramme: Angriff (Kampf), Flucht, Starre (Freeze) oder totale Unterwerfung.
Was jetzt zählt
Stoppe jetzt jedes Gespräch. Rationale Argumente erreichen dich in diesem Zustand nicht — jeder weitere Klärungsversuch führt eher zu neuer Verletzung. Wende jetzt deine Notfall-Skills an.
🟠 Nicht gut
Limbischer Alarm — alter Trigger aktiv
Was in deinem Gehirn passiert
Du befindest dich gerade emotional auf der Ebene einer alten, unverarbeiteten Verletzung — dein Bindungssystem schlägt Alarm. Du bist nicht mehr voll im Hier und Jetzt. Die Situation fühlt sich bedrohlich, lieblos oder zäh an.
Was jetzt zählt
Diese Situation ist gerade nicht geeignet für ein Sachgespräch. Schaff dir jetzt Raum für dein Gefühl, statt über Inhalte zu diskutieren. Erst wenn du dich emotional beruhigt hast, kannst du wieder klar entscheiden.
🟡 Ungewiss
Fragiler Übergang — Neokortex ringt um Anpassung
Was in deinem Gehirn passiert
Du stehst gerade an einem Wendepunkt. Die Situation ist labil, die Stimmung kann jederzeit wieder kippen. Dein Neokortex versucht mühsam, die Kontrolle zu behalten und sich anzupassen — das kostet gerade viel Kraft.
Was jetzt zählt
Sei jetzt besonders achtsam mit dir. Alles, was gerade zu deiner Gelassenheit beiträgt, hebt deinen Zustand weiter an und stabilisiert dich.
🟢 Prima
Herzmodus — im Toleranzfenster
Was in deinem Gehirn passiert
Du bist gerade im freien Fluss. Dein autonomes Nervensystem ist im Gleichgewicht, Herz und Verstand arbeiten in Resonanz zusammen. Es herrscht innere Ruhe, Sicherheit und Freude.
Was jetzt zählt
Das ist die Zone, in der Beziehung gelebt wird. Nutze genau jetzt die Gelegenheit für wichtige Gespräche, Absprachen oder Entscheidungen — du hast vollen Zugriff auf deine Empathie, deinen Humor und deine Liebe.
3Was dir jetzt gut tut
🌬️4-7-8-Atemtechnik›
Atme 4 Sekunden durch die Nase ein, halte den Atem 7 Sekunden an und atme dann 8 Sekunden langsam durch den Mund aus. Wiederhole das 4 bis 6 Mal. Das beruhigt dein Nervensystem und hilft dir, wieder einen klaren Kopf zu bekommen.
Bereit?
95 s
❄️Kältereiz nutzen›
Halte einen Eiswürfel in der Hand oder halte Handgelenke und Gesicht kurz unter kaltes Wasser. Spüre bewusst die Kälte. Der Reiz aktiviert deinen Tauchreflex und holt deinen Körper zurück ins Hier und Jetzt.
🤜Anspannen & Loslassen›
Setz dich aufrecht hin und drücke deine Hände so fest wie möglich ineinander. Halte den Druck 10 Sekunden, dann lass bewusst los. Wiederhole das 3 bis 5 Mal — das baut überschüssige Stress-Energie im Körper ab.
🖐️5-4-3-2-1 Erdung›
Benenne nacheinander: 5 Dinge, die du siehst · 4 Dinge, die du spürst · 3 Dinge, die du hörst · 2 Dinge, die du riechst · 1 Ding, das du schmeckst. Das holt dich zurück ins Hier und Jetzt.
🦋Butterfly-Hug›
Verschränke die Arme vor der Brust, sodass deine Hände auf den Oberarmen liegen. Klopfe sanft und gleichmäßig abwechselnd mit beiden Händen. Atme dabei tief ein und aus — das schafft ein Gefühl von Sicherheit und Halt.
✋Pause ankündigen›
Sag klar: "Ich brauche jetzt kurz eine Pause, ich melde mich in 20 Minuten wieder." Das ist kein Rückzug aus der Beziehung, sondern ein Weg, sie gerade zu schützen.
🌡️Gefühlsbarometer›
Schätze deine aktuelle Emotion auf einer Skala von 0 bis 10 ein und benenne sie: "Ich fühle Wut auf einer 7." Das Benennen und Bewerten aktiviert deinen präfrontalen Kortex und schwächt die Alarmreaktion spürbar ab.
☁️Gefühle zulassen›
Benenne dein Gefühl innerlich: "Ich fühle gerade Wut / Angst / Trauer." Stell es dir wie eine Wolke am Himmel vor — sie kommt und geht. Sag dir: "Es ist okay, dass ich das fühle. Es darf da sein."
🗨️Selbstberuhigender Satz›
Wähle einen Satz wie "Ich bin hier, ich bin sicher" oder "Gefühle kommen und gehen, sie kontrollieren mich nicht." Wiederhole ihn leise, während du ruhig weiteratmest.
📞Kontakt aufnehmen›
Überlege, wer in deinem Umfeld gerade eine vertrauenswürdige Person ist, und sag klar, was du brauchst: "Ich fühle mich gerade überfordert, kannst du kurz zuhören?" Du musst das nicht allein tragen.
🏝️Sicherer-Ort-Visualisierung›
Stell dir einen Ort vor, an dem du dich sicher und wohl fühlst — real oder erdacht. Visualisiere Farben, Geräusche und Atmosphäre so detailliert wie möglich. Kehre in Gedanken dorthin zurück, wann immer du möchtest.
🧘Bodyscan›
Wandere mit deiner Aufmerksamkeit langsam von den Füßen bis zum Kopf durch deinen Körper. Nimm wahr, wo Anspannung oder Entspannung ist, und atme bewusst in verspannte Stellen hinein.
🙏Drei-Atemzüge-Dank›
Nimm drei bewusste Atemzüge. Denke bei jedem an eine Sache, für die du gerade dankbar bist — so klein sie auch sein mag.
🚶Achtsames Gehen›
Geh langsam und bewusst, spüre wie deine Füße den Boden berühren. Nimm Farben, Geräusche und Gerüche um dich herum wahr, oder sag dir leise: "Ich bin hier, ich bin sicher."
🧠An Gottes Zusagen erinnern›
Erkenne einen kritischen inneren Gedanken und formuliere einen Gedanken Gottes als Gegenüber, z. B. statt "Ich schaffe das nicht" — "Gott hat schon oft geholfen." Wiederhole ihn ein paar Mal bewusst.
📝Dankbarkeit aufschreiben›
Schreib drei Dinge auf, für die du gerade dankbar bist — so klein sie auch sind. Das lenkt deinen Fokus bewusst auf das, was gerade gut ist, und vertieft dieses Gefühl.
🎵Musik hören oder machen›
Hör bewusst ein Lied, das zu deiner guten Stimmung passt, sing mit oder tanz dazu. Es kann auch ein Anbetungslied oder Worship sein. Musik hilft dir, dieses Gefühl von Verbindung und Leichtigkeit noch mehr auszukosten.
💬Wichtiges ansprechen›
Nutze diesen Moment für das Gespräch, das du aufgeschoben hast. Sprich in Ich-Botschaften: "Ich fühle mich ..., wenn ..." — dein Zugang zu Empathie und Klarheit ist gerade voll da.
📅Gemeinsame Zeit planen›
Überlege, welche Aktivität oder welcher Mensch dir gerade guttut, und plane bewusst Zeit dafür ein — ein Treffen, ein gemeinsames Hobby, ein Spaziergang zu zweit.
🎁Kleine Freundlichkeit schenken›
Überlege dir eine kleine Geste für jemand anderen — ein Lächeln, ein Kompliment, eine Umarmung. Bewusste Freundlichkeit stärkt dein eigenes Wohlbefinden und die Verbindung zu anderen.
4Und jetzt — wie geht es dir?
🙂 Deutlich besser
🙂 Etwas besser
😐 Ähnlich wie vorher
Schön, dass es dir schon besser geht. Nimm dir noch einen Moment, um das nachwirken zu lassen, bevor du weitermachst.
Auch ein kleiner Schritt zählt. Du darfst gern noch einen weiteren Skill ausprobieren oder den gleichen wiederholen.
Das ist okay. Manche Zustände brauchen mehr Zeit oder mehrere Anläufe. Probier gern einen anderen Skill — oder sprich es in unserer nächsten Sitzung an.
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Dein Nervensystem schützt dich — nicht gegen dichWenn du merkst, dass du öfter im Roten oder Orangen bist, als dir guttut, lass uns gemeinsam schauen, was dahintersteckt.
☎ 0 91 23 — 18 21 347 ·Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
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Weiterführende Lesequellen
de.wikipedia.org — Polyvagal-Theorie: Überblick, Forschungsstand und Kritik
positivepsychology.com — Die Polyvagal-Theorie und die drei Nervensystem-Zustände
praxis-mkrause.de — Polyvagal-Theorie in der therapeutischen Praxis
Dieses Tool dient der Selbstreflexion und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik oder Behandlung.
