Dein inneres Team kennenlernen: Ein Weg zu mehr Koordination und Heilung bei DIS
Was ist die dissoziative Identitätsstörung?
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Normalerweise wachsen verschiedene Selbstzustände zu einer einheitlichen Identität zusammen. Bei der DIS wird dieser Prozess gestört — die Anteile entwickeln sich nicht zu einem Ganzen. Diese Form nennt man tertiäre strukturelle Dissoziation, bei der mehrere ANP (Alltagsanteile) und emotionale Anteile (EPs) vorhanden sind, mit eigenen Gedanken, Gefühlen und Wahrnehmungen — getrennt durch amnestische Barrieren.
In der Therapie der DIS ist die sichere und vertrauensvolle Beziehung zum Therapeuten das wichtigste Fundament. Das Hauptziel ist die Integration:
Herr Meier gilt im Kollegium als zuverlässig, strukturiert und ruhig. Bei näherem Hinsehen zeigen sich Irritationen: Er reagiert manchmal unerwartet, wirkt kurzfristig abwesend oder erinnert sich später nur bruchstückhaft an bestimmte Situationen. Er selbst erlebt schwer erklärbare Erinnerungslücken. Hinweise auf belastende Kindheitserfahrungen sind vorhanden — seine Mutter war suchtkrank und übertrug ihm früh Verantwortung für ihr Wohlbefinden.
Anna wirkte lange Zeit organisiert, kompetent und sozial aktiv. Seit einigen Monaten ist sie nicht mehr arbeitsfähig. Sie erlebte emotionale Vernachlässigung durch ihre Mutter und sexuellen Missbrauch durch ihren Vater. Erinnerungen an die Kindheit sind fragmentarisch. In ihrem Alltag tauchen Zeitverluste auf, innere Stimmen lassen sie nicht schlafen, und sie findet sich manchmal an Orten, an denen sie nicht sein wollte.
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